Trossingen St. Theresia (Späth III/38)

Die Späth-Orgel der katholischen Kirche St. Theresia hat trotz relativ junger Jahre für eine Orgel eine ereignisreiche Geschichte: Sie wurde in den Jahren 1950 und 1957 in zwei Bauabschnitten erbaut. 1998 sowie 2005 erfolgten klangliche Erweiterungen und Umgestaltungen. 2015 wurde die Orgel aufgrund technischer Mängel in der elektrischen Anlage vorübergehend stillgelegt.

Unsere durchgeführten Arbeiten sollten die bewegte Geschichte der vielen Hände etwas ebnen, der Orgel hinsichtlich der technischen Anlage eine solide und durchgeplante Struktur geben.
Linker Seite stehen Hauptwerk und Pedal. Mit Zusatzladen wurde das mehrfach ergänzte Pfeifenwerk besser zugänglich organisiert.
In der rechten Seite stehen Schwellwerk und Positiv. Durch den Neubau einer großen Schwellwerkslade ist das dritte Manual nun besser organisiert. Die Oberlade des Schwellwerkes (gebraucht 1998 übernommen) wurde belassen, jedoch neu rastriert. Das Positiv steht vor dem Schwellwerk. Auch hier sorgt eine neue Zusatzlade nun für solides Platzangebot ergänzter Pfeifen.
Die Windanlage wurde neu konzipiert. Sie kann nun mit den Erweiterungen der Jahrzehnte mithalten und ist auf die Windbedürfnisse der großen Orgel ausgerichtet. Ein neue Spieltisch und die Erneuerung der gesamten elektrischen Anlage waren in technischer Sicht die letzten wichtigen Neuerungen.
Abschließend konnten wir die Orgel neu intonieren. Es galt auf die Pfeifenbestände der Jahrzehnte aufzubauen. Die technischen Lösungen aus einem Guss boten auch nun auch für klangliche Möglichkeiten Raum, Korrekturen und Optimierungen vorzunehmen.

Bau der neuen Kegelladen Schwellwerk
Einzelteile zu den Registerkanzellen
Verleimen der Registerkanzellen