Besonderheit – Orgelharmonium, zwei Instrumente in einem Klangkörper

Dem Wesen der Orgelpfeife ist eine dynamische Wirkungs-
weise gleich der angeschlagenen Saite beim Klavier oder Flügel technisch verwehrt. Die Pfeife ändert ihre Tonhöhe bei starkem oder schwachem Winddruck. Als Lösung dafür wurde das Pfeifenwerk in einen Kasten gestellt und über drehbare Jalousien geöffnet oder geschlossen (=laut und leise). Dies ist jedoch eine übergeordnete Handlung des Spielers und nicht auf einzelne Töne oder Phrasen präzise anwendbar. Genau aus diesem Grund wurde das klassische Druckwindharmonium mit durchschlagenden Zungen entwickelt. Hier kann der Spieler gleich dem Klavier musikalisch-dynamisch agieren. Da das klassische Druckwindharmonium ohne größere Resonanzkörper auskommt, ist das Grund- und Obertonspektrum anders gelagert als bei der klassischen Pfeifenorgel.

Die Eigenschaften beider Instrumente verschmelzen zu einer faszinerenden und neuen Klangeinheit. Der Orgelteil auf mechanischer Kegellade kommuniziert nun direkt mit dem Wesen der dynamisch wirkenden Zungen.
Wenn Sie neugierig geworden sind finden Sie im beigefügten pdf weitere ausführliche Informationen zum Instrument aus einem Booklet einer 2010 aufgenommenen CD.


Orgelharmonium Booklet

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