Vorgeschichte
Die Orgel wurde 1766 von Schmahl erbaut und 1963 durch Gerhard Schmid tiefgreifend umgebaut. Obwohl Windladen und Pfeifenwerk weitgehend erhalten blieben, wurde das barocke Gehäuse mit zusätzlichen Pfeifen überfüllt und für neue Pedaltürme seitlich erweitert.
Unser Restaurierungskonzept hatte das Ziel, die gewachsene Geschichte des Instruments zu bewahren. Eine Rückführung auf den ursprünglichen Zustand hätte den Anforderungen des Kirchenraums nicht entsprochen. Stattdessen entstand auf der Orgelrückseite ein neues Zusatzwerk, das die Windladen entlastet und die Pfeifenaufstellung sowie die Windversorgung wieder in ein ausgewogenes Verhältnis bringt.
Die neu geschaffenen Voraussetzungen ermöglichten eine vollständige Neuintonation. So konnte ein Orgelklang entstehen, der dem Charakter einer Schmahl-Orgel von 1766 wieder sehr nahekommt – ohne die historische Entwicklung des Instruments zu verleugnen.













