Salzburg, Christuskirche II/26

Neubau aus dem Jahr 2025 - 26. Im erhaltenen Steinmeyergehäuse konnten wir einen Orgelneubau auf mechanischer Kegellade realisieren. Die im Jahr 1867 von Steinmeyer  ebenso auf Kegelladen errichtete Orgel erfuhr mehrere gravierende Umbauten. Zuletzt war die Lage nach unglücklichem Umbau aus dem Jahr 1979 auf Schleifladen zugunsten eines Neubaus eindeutig entschieden.

Unser eingereichtes Konzept führt die im Ursprung aus Kostengründen relativ sparsam gebaute Orgel von Steinmeyer weiter. Auf bewusst in den Eigenschaften der Registerkanzelle gedachten Klangeigenschaften wurde das Konzept etwas vergrößert. Dafür wurde auch ein drittes Manual mit Physharmonika 16´ und 8´ und zwei Labialregister für die bewusst „schwellerlose“ aber trotzdem hochdynamische Orgel hinzugefügt. Ergänzt durch pneumatische Traktursysteme, welche synchron zur Mechanik in der Orgel arbeiten. Sie ermöglichen Register-Transmissionslösungen für das dritte Manual und das Pedal. Die Sichtung des vom letzten Umbau erhaltenen Pfeifenbestandes gab uns die klangliche Kernaussage vor. Erfreulich viele Originalpfeifen von Steinmeyer aus dem Jahr 1867 waren zwar 1979 unvorteilhaft verändert worden, konnten aber mit handwerklichem Einsatz und Gespür in den Neubau auf Registerkanzellen übernommen werden. Unser Konzept gründet somit auf den Klangauffassungen von Steinmeyer und führt mit eigenen Ideen in das Jahr 2026.  
Die Implementierung der Pneumatik ermöglicht auch auf Seite der Registersteuerungen Unterstützungen im Gebrauch der Orgel: Ein Prolongement (Registerfessel) hilft bei Registerwechseln, programmierbar feste Kombinationen stellen für die Praxis schnell feste Klanggefüge auf den Werken bereit.
Das nahezu unendliche Mischen von Klängen wird durch die Zungen unterstützt: Vier Registerzüge für durchschlagende Zungen sind ein Novum in einer Orgel mit 21 klingenden Register.